2012 |01 29

Mohn-Marzipan-Hefezopf

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Kaputt, Kitsch & Knackwurst

2011 |03 30

Seit dem letzten Post ist mal wieder eine Ewigkeit vergangen und ich kann gar nicht glauben, dass zwischen Weihnachten und jetzt schon wieder mehr als drei Monate liegen. Auf der anderen Seite passiert so viel, dass man glauben könnte, es seien mindestens sechs Monate gewesen. Wir haben den begehbaren amerikanischen Kühlschrank abgegeben und dafür nun ein Modell, das erstens besser aussieht und zweitens die Küche viel größer erscheinen lässt. Ehrlich gesagt, so sehr wie ich dieses Monstrum auch mochte, für uns hat sich die Möglichkeit jederzeit gecrushtes Eis zu haben als sehr überbewertet erwiesen. Im Sommer ist das praktisch, immer hat man genug Eis da und kann jederzeit alles gut kühlen. Benutzt man diese Funktion aber länger nicht, staut sich dort das Wasser und die Eiswürfel riechen muffig. Das mit der Größe war auch so ein Ding. Klar, man konnte herrlich viel dort aufbewahren. Haben wir auch gemacht. Mit dem Ergebnis, dass uns alle paar Wochen in den hinteren Regionen eine böse Überraschung erwartete, manche davon hatte was von Aktionskunst. Um dem allen noch einen draufzusetzen war er dann plötzlich auch noch kaputt. Er kühlte nicht mehr genug, im Kühlteil war die Butter zwar herrlich streichfähig, dafür der Weisswein nicht erfrischend genug. Als dann auch noch das Gefrierteil selbst bestimmte, was entweder hart gefroren oder was eiskalt, dafür aber weich sein sollte, hatte ich genug, denn bei Eiscrème verstehe ich keinen Spaß. Ein bisschen traurig war ich schon, als der “Moby Dick” der Kühlschränke von seinem persönlichen Captain Ahab abgeholt wurde, aber der Neue ist viel schöner und der Weisswein wieder so, wie wir ihn gern trinken. Fängt man erst einmal an, einen Raum umzuräumen, hat man plötzlich das Gefühl, dass alles andere auch reif ist. Also ersetzten wir den weißen runden Designertisch und die dazu passenden formschönen Stühle eines berühmten Dänen durch einen eckigen, schweren, dunklen, gebrauchten Holztisch und dazu gesellten sich ebenfalls alte dunkle Stühle, die überhaupt nicht dazu gehörten, aber trotzdem gut passen. So weit so gut. Alles andere in dem Zimmer, das bisher von weiß, rot und orange dominiert – von meinem Sohn früher als “die Eisdiele” bezeichnet – wurde, wirkt jetzt etwas fremd. Es gibt nun also eine Art “Wunschliste”, die täglich länger zu werden droht: Deckenleuchte, Wandregal und Bilderrahmen müssen her. Geduld ist leider nicht mein zweiter Vorname, aber es bleibt nichts anderes übrig als mich darin zu üben, denn eine plötzliche Erbschaft ist leider nicht in Sicht. Der Garten ist noch etwas karg, auch wenn das Wetter nun allmählich etwas freundlicher wird. Eigentlich gemein, dass man noch nicht viel sieht, weil Thomas da bereits im Januar viele Stunden um- und ausgegraben hat und nun überlegt, was wir denn in diesem Jahr dort ernten möchten. Manche Dinge sind uns wirklich nicht gelungen, gute Zwiebeln und herrlichen Rosé-Knoblauch werden wir wieder auf dem Wochenmarkt kaufen. Mit den Kohlsorten hatten wir bisher auch nicht viel Glück. Die Tomaten der letzten Saison waren ein Reinfall (es waren so viele und sie sahen herrlich aus…bis der Regen kam), aber wir werden sie dieses Mal besser vor flutartigem Dauerniederschlag schützen. Erbsen, Bohnen und Salat werden wir auch wieder anbauen und über alles weitere müssen wir noch nachdenken. Vorschläge sind jederzeit willkommen. Es gibt ein paar Neuzugänge in unserer Küche, wobei die Dinge an sich teilweise so gar nicht neu sind, sondern eher zu denen gehören, die meine Mutter auch schon kaufen konnte. Ist ein bisschen wie mit dem Esstisch und unseren CDs – werden wir jetzt alt? Wenn es das ist, finde ich älter werden super. Finde ich aber sowieso, denn die Alternative dazu, nämlich nicht älter zu werden, ist ja viel schlimmer. Es gibt da also diesen ovalen Topf “La Marmite” von Le Creuset. Le Creuset Topf La Marmite

Der ist zwar so schwer, dass man ihn schon ohne Inhalt kaum heben kann und mit Sicherheit wurde ein solcher auch bereits erfolgreich als Waffe benutzt, aber man glaubt dem Hersteller sofort, dass er mindestens ein Leben lang hält. Wir lieben diesen Topf und machen jeden Eintopf, Braten und Gulasch darin. Das schätzen auch unsere Freunde, denn mindestens 10 von denen werden von der Menge satt. Eine weitere Errungenschaft dieser Marke sind unsere neuen Brat- und Backpinsel aus Silikon mit Holzgriff. Wie oft hatte meine Kuchenglasur mehr Haare als manch einer auf dem Kopf. Oder der Braten einen schicken Kurzhaarschnitt. Silikonpinsel mussten also her. Und? Da lösten sich immer die Köpfe vom Griff, auch sehr unpraktisch. Le Creuset Silikonpinsel Diese hier sitzen bombenfest auf dem Holzstiel, sind total praktisch und sehen gut aus. Das kleine Modell ist ideal zum Backen, während der größere eine perfekter Bratenpinsel ist. Übrigens: nein, ich werde nicht von Le Creuset für das Lob bezahlt. In diesem Fall lege ich die Produkte aber jedem Hobbykoch gerne ans Herz, denn ich ärgere mich heute über die Töpfe aus Gusseisen und die Silikonpinsel, die zwar nur die Hälfte gekostet haben, aber nun gemeinsam mit dem Kochtopfset eines schwedischen Möbelhauses auf dem Küchenbedarf-Friedhof liegen. Ebenfalls empfehlen würde ich gerne noch etwas Musik. Wahrscheinlich gibt es immer unterschiedliche Musik, die man den Situationen anpasst. Beim Kochen höre ich gerne Songs, die irgendetwas mit Leidenschaft zu tun haben und am besten mit einer eingängigen Melodie. Diese Mischung muss trotzdem nicht in Kitsch und Bedeutungslosigkeit enden, kann es aber. Unsere Lieblings-CDs für die Küche sind zur Zeit “Best of – Paolo Conte”, “Ancora Tu – Greatest Hits” von Lucio Battisti und “The Vogue Years” von Françoise Hardy. Zum Kochen alle super. Selbst Kartoffelschälen macht plötzlich Spaß. Naja fast jedenfalls. So, jetzt habe ich Werbung für Haushaltsgeräte und Musik CDs gemacht. Was haben wir in den vergangenen Wochen gekocht? Sehr viele verschiedene Sachen, manche aus dem neuen Buch von Mälzer und Witzigmann, manche aus dem “30 Minuten Menüs” von Jamie Oliver, viele aus “Heimwehküche” von Birgit Hamm und Linn Schmidt. Zu Silvester gab es Verspieltes wie “pochierte Wachteleier auf Lachstatar” oder “Black Cod” im Bananenblatt serviert (Rezept von Steffen Henssler nach dem Original aus dem Nobelrestaurant “Nobu”). Hat total viel Spaß gemacht und auch lecker geschmeckt. Und…was gab es heute? Linsensuppe mit Kasseler! Und man ahnt es nicht, wie lecker so etwas Einfaches sein kann, dabei ist diese Rezept völlig schörkellos und ohne Geheimtipp. Rezept folgt in den nächsten Tagen. Und um die Überschrift des Posts zu erklären: Knackwurst war nicht in der Suppe, aber den Titel fand ich gut. Vor allem, weil alle drei deutschen Worte genau so auch in der englischen Sprache vorkommen.

 

Soulfood – Kalorien zählen nicht

2010 |11 15

Kohlrouladen / Stuffed Cabbage Es ist in jedem Jahr dasselbe Gefühl. Der Sommer geht und wehmütig schaue ich auf die verregneten Balkonmöbel, an denen noch Spuren vom letzten feucht-fröhlichen Grillabend haften. Auf der anderen Seite freue ich mich schon darauf, gemütlich im Warmen bei Hausmannskost zu sitzen, während draußen der Regen an die dunklen Fensterscheiben prasselt. Every year it’s the same. Summer leaves and I look regretfully at the outdoor furniture on the balcony which is soaking wet from the rain. At the same time I already look forward to sitting comfortably inside at a table with candles and great food while it’s cold and rainy outside.  » more »

 

Ruhr 2010 – es geht flussaufwärts! Ruhr upstream!

2010 |10 08

Quark mit Leinöl nach dem Rezept von Nicky von Delicious Days Wie oft noch muss man feststellen, dass man in der eigenen Gegend, der sogenannten Heimat, zu wenig Ausflüge macht. Es scheint oft viel interessanter, sich eine Kirche in einem Dörfchen im südlichen Europa anzuschauen, die ich-weiß-nicht-wievielte Ausstellung moderner Kunst in einer Metropole zu besuchen oder einfach nur in einem Spa die Seele baumeln zu lassen. Und warum baumelt man nicht bei sich vor der Haustür? Die historische Dampflok Nein, nicht am Strick…Seele baumeln lassen bei einem Ausflug in der eigenen Umgebung.  » more »

 

Ein Besuch bei der Königin der Nordsee: Sylt

2010 |09 21

Sylt 2010 Möwen Mit Urlaubszielen ist es ähnlich wie mit Kindernamen oder Fußballvereinen. Jeder hat eine Meinung dazu, meistens ist es nicht die eigene und entweder wird geliebt oder verachtet, Toleranz ist hier nicht gefragt. Wenn man auf die Frage “Wo geht’s denn hin im Urlaub?” mit “Nach Sylt!” antwortet, kann man sich schon mal auf ein längeres Gespräch einstellen, eventuell auch auf eine Diskussion. Sylt 2010 Wonnemeyers 1 Auch wenn man das Gegenüber weder mitnehmen noch dazu zwingen möchte, seinen nächsten Urlaub auch dort zu verbringen, immer muss man sich entweder rechtfertigen oder gemeinsam schwärmen. Ich muss hier ehrlich gestehen, dass ich vor ein paar Jahren ganz zufällig auf Sylt gelandet bin.  » more »