Ein Besuch bei der Königin der Nordsee: Sylt

Sylt 2010 Möwen Mit Urlaubszielen ist es ähnlich wie mit Kindernamen oder Fußballvereinen. Jeder hat eine Meinung dazu, meistens ist es nicht die eigene und entweder wird geliebt oder verachtet, Toleranz ist hier nicht gefragt. Wenn man auf die Frage “Wo geht’s denn hin im Urlaub?” mit “Nach Sylt!” antwortet, kann man sich schon mal auf ein längeres Gespräch einstellen, eventuell auch auf eine Diskussion. Sylt 2010 Wonnemeyers 1 Auch wenn man das Gegenüber weder mitnehmen noch dazu zwingen möchte, seinen nächsten Urlaub auch dort zu verbringen, immer muss man sich entweder rechtfertigen oder gemeinsam schwärmen. Ich muss hier ehrlich gestehen, dass ich vor ein paar Jahren ganz zufällig auf Sylt gelandet bin. Mein Sohn und ich wollten nach einem London-Kurzurlaub unbedingt noch eine Woche entspannen und am liebsten mit dem Auto fahren. Das typische Sylt-Klischee war uns unsympathisch, aber gegen alle anderen Ziele, die uns in den Sinn kamen, sprachen noch mehr Argumente und letztendlich entschieden wir uns dazu, einfach mal zu schauen, wie es so ist auf der Insel, deren Umriss man nur allzu gut von der Hinteransicht etlicher PKW kennt. Sylt 2010 Strand und Dünen Schließlich kannten wir einige sehr nette und liebe Freunde, die immer geschwärmt haben und die entsprachen so gar nicht dem “Sylt-Urlauber”, wie man ihn aus manchen TV Beiträgen kennt. Ich erinnere mich noch allzu gut daran, dass eine Bekannte sagte “Ach, wirst schon sehen…einmal Sylt – immer Sylt!”. Müde gelächelt haben wir damals. Aber was soll ich sagen? Sie hatte Recht. Wir kamen wieder und im folgenden Jahr war ich auch mit Thomas dort, der vorher genau so skeptisch war wie wir seinerzeit. Also, ich will hier jetzt keineswegs sagen, dass ich nie mehr woanders hin reisen möchte, aber mindestens einmal im Jahr kommt sie wieder, die große Sehnsucht nach Sylt. Über Sylt ist so viel gesagt und geschrieben worden, ich will hier niemanden bekehren oder Werbung dafür machen. Wäre ja schön blöd, schließlich ist die Insel gar nicht groß genug für alle. Sylt 2010 Wonnemeyer Außerdem gibt es ganz aktuell ein Buch namens “Gebrauchsanweisung für Sylt”, das die zertifizierte Gästeführerin Silke von Bremen geschrieben hat und das sowohl informativ als auch unterhaltsam ist. Dieses Jahr hatten Thomas und ich viele Veränderungen und jede Menge action und brauchten jetzt ganz dringend eine Woche zum Entspannen. Das kann man dort sehr gut, der Nordseewind bläst einem den Kopf bereits frei, während man sich noch im Autozug auf dem Hindenburgdamm befindet. Ab dann denkt man darüber nach, wo man sich für die nächste Mahlzeit hinsetzt und lecker isst und trinkt. Denn das ist etwas, das man definitiv auf Sylt kann und da kann auch niemand widersprechen. Selbst diejenigen, die dem Verzehr von Meeresgetier nicht sehr positiv gegenüberstehen, müssen dort nicht verhungern. Der meiste Fisch kommt nämlich gar nicht von dort und auch, wenn dort viel Fisch gegessen wird, fast alle Speisekarten haben ebenso viele Fleischgerichte im Angebot: Sylter Deichlamm und Zicklein und natürlich das berühmte Sylter Galloway Rind. Vegetarier müssen wahrscheinlich auf Salate und Gemüseplatten ausweichen, denn ein rein vergetarisches Restaurant gibt es auf der Insel meines Wissens nach nicht. Sylt 2010 Wald und Heide Scampi mit Knoblauchsauce und Baguette, dazu ein Glas Grauburgunder oder Champagner, das ist die Sylter Variante von Currywurst und Bier. Das Schöne aber ist, dass man diese aber auch fast überall bekommt (leider nicht die gute von Dönninghaus in Bochum), in der berühmt-berüchtigten Sansibar ist die Currywurst mit selbstgemachter Sauce ein echter Renner und schmeckt auf der Terrasse in der Sonne ganz bestimmt besser als im Air Berlin Flieger, wo sie ja auch angeboten wird. Unser Eindruck war, dass man auf Sylt nicht wirklich schlecht essen gehen kann, uns ist kein einziger Reinfall bekannt. Wahrscheinlich würde das so schnell die Runde machen, dass der Laden sich keine 3 Wochen halten könnte. Natürlich ist es so, dass man in dem ein oder anderen Lokal den Namen oder die Umgebung mitbezahlt, ein Kaffee in einem der schicken Cafés in Kampen ist nunmal teurer (und nicht unbedingt besser) als in der Westerländer Fußgängerzone, das ist aber in anderen Städten genau so. Sylt 2010 Kupferkanne Wohltuend anders ist allerdings, dass es keine Kleiderordnung gibt, “come as you are” ist die Devise und wenn du nun mal in Jeans und Turnschuhen unterwegs bist, sollte Dich diese Tatsache doch nicht von gutem Essen und Trinken abhalten, oder?! Es kann Dir auch passieren, dass Du am Tisch neben dem Pärchen im Sansibar Jogginganzug-Partnerlook sitzt oder gegenüber der beiden Herren mit weißem Seidenschal, der teurer ist als dein Auto. Wenn es dich nicht stört, stört es hier niemanden. Wir haben uns jedenfalls bestens erholt, getrunken und geschlemmt und außerdem bei Sternekoch Jörg Müller ein paar Anregungen für die nächste Festtafel geholt. Geheimtipps gibt es übrigens keine, unsere Lieblinge sind Wonnemeyer am Strand (Wennigstedt), Jörg Müller (Westerland), Kupferkanne (Kampen), Sansibar (Rantum) und Sturmhaube (Kampen). Mittags hatten wir den besten Fisch bei Fisch Matthiesen in Hörnum, sitzen kann man allerdings besser bei Gosch am Lister Hafen und der Fisch ist bekanntlich auch nicht schlecht. Kegelrobbe Willi (eigentlich eine Wilhelmine), die im Hörnumer Hafen lebt

 
 

70  Responses »»

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