Soulfood – Kalorien zählen nicht

Kohlrouladen / Stuffed Cabbage Es ist in jedem Jahr dasselbe Gefühl. Der Sommer geht und wehmütig schaue ich auf die verregneten Balkonmöbel, an denen noch Spuren vom letzten feucht-fröhlichen Grillabend haften. Auf der anderen Seite freue ich mich schon darauf, gemütlich im Warmen bei Hausmannskost zu sitzen, während draußen der Regen an die dunklen Fensterscheiben prasselt. Every year it’s the same. Summer leaves and I look regretfully at the outdoor furniture on the balcony which is soaking wet from the rain. At the same time I already look forward to sitting comfortably inside at a table with candles and great food while it’s cold and rainy outside. Mit Begeisterung zieht man die neuen Stiefel und die warme Jacke an und weiß sehr wohl, dass man nach ein paar Wochen wieder für Flipflops-Wetter morden würde. Geht es Euch auch so, dass das Einkaufsverhalten total vom Wetter beeinflusst wird? Beim Herumsurfen im Internet suche ich (die Augen fremdbestimmt vom Herbst/Winter-benebelten Hirn) dann ganz andere Bilder: dunkles Rot, Gold, Glitzer und Kerzenschein ziehen meine Blicke an wie der Rotwein die Fruchtfliegen. A propops, während die letzten Flaschen Rosé und Weißwein noch im Kühlschrank vor sich hin frösteln, nimmt unser Rotweinvorrat bereits die Hälfte des Gästezimmers ein. Coppola Wein Sollen wir davon nicht lieber direkt zwei Kisten nehmen? Die Adventszeit ist so gut wie da…da kommen wir mit zwei Kisten gar nicht hin. Also noch zwei von dem anderen dazu. Oder drei? Und so weiter…vor einem Abend ohne guten Rotwein müssen wir uns schonmal nicht fürchten, vor unserem nächsten Lebertest vielleicht schon. Kochbücher kaufen wir das ganze Jahr über. Es ist ja nicht so, dass es einem an Rezepten mangelt, aber ich liebe es, ein neues Kochbuch oder auch eine entsprechende Zeitschrift durchzublättern und bei mindestens jedem dritten Gericht zu denken “Das mache ich nächste Woche!”. Ich muss hier gestehen, dass es dann nur ein winziger Teil dieser Gerichte in unsere Kochtöpfe schafft. Das liegt eindeutig an unserer Faulheit bzw. natürlich auch am Zeitmangel, wenn man abends völlig erledigt nach der Arbeit in den Supermarkt sprintet, den Einkaufszettel vergessen, wenig Lust und total viel Hunger hat. Irgendwie scheint es dann immer das Einfachste zu sein, irgendetwas zu kochen, das man schon in- und auswendig kennt. Eigentlich ist das Quatsch und ich möchte mich jetzt wirklich mal zwingen, mindestens dreimal in der Woche eine neues Rezept auszuprobieren. Unsere beiden neuesten Kochbücher sind “Jamies 30 Minuten Menüs” von Jamie Oliver (weil wir ihn schätzen und alle Bücher von ihm haben) und “Heimwehküche. Lieblingsessen aus Omas Küche.” von Birgit Hamm und Linn Schmidt. Letzteres habe ich aufgrund einer guten Besprechung in Effilée gekauft und nicht bereut. Es ist ein ganz liebevoll zusammengestelltes Buch mit lauter Gerichten, die alle nach “Oma” oder “Mama” klingen und schmecken. Ich habe noch am nächsten Tag die Dampfnudeln ausprobiert und sie waren himmlisch. Dampfnudeln aus "Heimwehküche" Leider sind die Fotos nicht schön, erstens da sie von mir (und nicht von Thomas) stammen und zweitens da ich vor lauter Aufregung bei der Zubereitung gar nicht an den Blog gedacht habe und somit landeten die crèmefarbenen Dampfnudeln in ganz heller (köstlicher und natürlich selbstgemachter) Vanillesauce auf einem weißen Teller. Man ahnt nicht, wie lecker diese geschmeckt haben, wenn man diese faden Bilder sieht, aber bitte lasst Euch nicht abschrecken – sie sind köstlich. Dampfnudeln aus "Heimwehküche" Für die Kohlrouladen habe ich Mamas Rezept genommen, das sehr unspektakulär, aber lecker ist:

Kohl blanchieren

Für 6 Personen

1 großer Kopf Wirsing
Salz
1 Brötchen
3 Zwiebeln
2 Eier (Größe M)
800 g gemischtes Hackfleisch
Pfeffer
4 EL Butterschmalz
ca. 800 ml Rinderfond
1 El Mehl oder Speisestärke

Ca. 12 große Wirsingblätter auslösen und die dicken Blattrippen keilförmig herausschneiden. Die Blätter in kochendem Salzwasser blanchieren, in Eiswasser abschrecken und auf Küchentuch vorsichtig trocknen.

das Füllen der Kohlrouladen Für die Füllung das Brötchen in kaltem Wasser einweichen. Zwiebeln pellen und fein würfeln. Brötchen ausdrücken und mit Zwiebelwürfeln, Eier und reichlich Salz und Pfeffer zum Hackfleisch geben und das Ganze gut miteinander verrühren.

Auf je ein flach ausgebreitetes Kohlblatt etwas der Hackfleischmischung geben, die Seiten über die Füllung klappen und das Blatt zu einer Roulade aufrollen. Mit Küchengarn zu einem Päckchen zusammenbinden. gefüllte Kohlrouladen

Butterschmalz in einem Bräter erhitzen. Die Rouladen darin von allen Seiten gut anbraten, bis sie „Farbe“ haben, dann mit Rinderfond auffüllen, sodass sie zu 2/3 bedeckt sind. Im vorgeheizten Backofen auf der 2. Einschubleiste von unten bei 190 Grad (Gas 2-3, Umluft 170 Grad) etwa 90 Minuten garen. Die Rouladen zwischendurch immer mal wenden. gebratene Kohlrouladen

Rouladen aus dem Bräter nehmen und im ausgeschalteten Backofen warm stellen. Den Fond durch ein Sieb gießen und einmal aufkochen lassen, dann leicht andicken (mit etwas Stärke oder Mehl). Das Küchengarn entfernen und die Rouladen mit Kartoffeln (oder Püree) und der Sauce servieren.

Every year it’s the same. Summer leaves and I look regretfully at the outdoor furniture on the balcony which is wet from the rain. At the same time I’m already looking forward to sitting comfortably inside at a table with candles and great food while it’s cold and rainy outside. I can’t wait to wear my new boots and the warm winter jacket although I know that only a couple of weeks later I would kill for a day in flip-flops. Even shopping is depending on the seasons, would you agree? Automatically my brain (in autumn/winter mode) forces my eyes to look out for stuff in dark red or golden colours. While the last bottles of white and rosé wine are still chilling in the fridge our stock of red wine is already filling half the guest room. Shall we buy 2 boxes? Not far until Christmas, maybe even four? And so on…we’re definitely better prepared for winter evenings with a lot of wine than for the next medical checkup of our livers. Cookbooks we buy regularely and we have many good ones in the kitchen. I love buying them and glancing through and every second page I think “Yes, I’ll make that next week!” but only a few recipes make it into our cooking pot. This has to do with laziness and the error of thinking that it will take a lot longer to try something new but to cook a personal classic. After a long day in the office we usually (forget our shopping list and) run through the supermarket and buy things we know we need for a typical after work dinner. I want to change this now and resolve to try and cook a new recipe three times a week. The latest two cookbooks I bought are “Jamie’s 30 minute meals” by Jamie Oliver (because we love him and have all his books) and the German book “Heimwehküche. Lieblingsessen aus Omas Küche.” by Birgit Hamm and Linn Schmidt. They took recipes from their grandmothers and friends and lovingly compiled them in this book. All recipes remind me of my mother and/or my grandmotherand I’m so happy to have bought this. The next day I tried “Dampfnudeln”, they are yeast dumplings with a vanilla sauce and taste delicious. yeast dumplings with vanilla sauce à la "Heimwehküche" Unfortunately I didn’t think of our blog, so the almost white dumplings with a pale vanilla sauce landed on a white plate, not very attractive, I’m afraid. I wanted to sprinkle them with poppy seed but unfortunately didn’t have any at home. Nevertheless I can tell you, they’re so luscious that they really don’t need a professional picture to get straight to number one on your list of great desserts. I’m sorry but English translations will follow shortly.

 
 

77  Responses »»

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