Wellness by nature: Schliersee

Schliersee Aug 2010 Foto 2 Wie jeden Sommer, sind wir auch dieses Jahr wieder nach Bayern gefahren, um dort Thomas’ Tochter und ihre Freundin aus dem Urlaub abzuholen. Es ist immer nur eine Nacht, die wir uns zwischen Hin- und Rückfahrt in Schliersee (der Ort heißt genau so wie der See) gönnen. Es ist nun wirklich nicht so, dass wir unseren Jahresurlaub dort verbringen möchten, aber diese paar Stunden in der schönen Natur Bayerns, das leckere Bier und deftiges Biergarten-Essen tun uns jedes mal gut und wir sind innerhalb kürzester Zeit entspannt. Like every summer we went to Bavaria to pick up Thomas’ daughter and her friend who spent their summer holidays in Schliersee. We only stayed for one night and we wouldn’t spend our annual holiday there but nature, people and food always make us smile and we feel relaxed after a few minutes.

Direkt nach unserer Ankunft fahren wir immer auf eine Alm. Die Berge dort sind nicht sehr hoch, aber unsere Zeit ist sehr knapp und meine Knie sehr kaputt, darum wandern wir nicht hoch, sondern fahren bis vor die Tür. Jedes mal denke ich dasselbe, dass es einem so vorkommt, als sei die Zeit stehengeblieben. Ich weiß gar nicht so genau, wie ich es beschreiben soll und ich weiß, dass ich im letzten August einen ähnlichen Text geschrieben habe, aber alles kommt einem so gemütlich vor und der Stress der letzten Wochen fällt direkt von einem ab. Sogar die einheimischen Leute kommen einem unbeschwerter vor, dabei haben auch sie viel zu tun, aber irgendwie sind sie freundlicher als die meisten Menschen in der Stadt. Unser Hotel dort bietet Ayurveda-Behandlungen an, aber uns sind Alm und ein leckeres bayerisches Frühstück Wellness genug, vor allem, weil wir am nächsten Tag wieder abreisen. Ist es nicht merkwürdig, da reden wir alle von der inneren Balance, vom Suchen und Finden der eigenen Mitte, von Meditation und Nachhaltigkeit – und dann sind wir für ein paar Stunden an einem entzückenden See in Bayern, füttern Enten, trinken Bier, essen “Brez’n und Obatzd’n” und fühlen uns wie neu geboren? Ist es nicht immer wieder die Natur – egal ob Meer, Berge, Sonne, Regen oder Wald -, die uns ganz schnell ein besseres Gefühl geben kann, unser Herz leichter macht, wenn es mal schwer ist? Es mag sehr naiv klingen, aber ich frage mich dann immer, warum das so ist und stelle gleichzeitig fest, wie toll es ist, das so bewusst zu spüren. In solchen Augenblicken fühle ich mich sehr weit weg von vielem, was sonst mein Leben bestimmt. Und es tut so gut sich daran zu erinnern, dass man jeden Tag genießen sollte. Schliersee Aug 2010 Foto 1 Neulich waren wir mit sehr guten Freunden in Dortmund essen und hatten einen so schönen Abend, haben viel geredet und gelacht. Ja, viel gegessen leider auch. Irgendwie kamen wir auch auf Kultur im Allgemeinen und Theater im ganz Speziellen und haben festgestellt, dass wir manchmal einen Bogen ums Theater machen, weil vieles von dem, was wir in den letzten Jahren gesehen haben, so “unecht” rüberkommt. Schon alleine diese The-aterrr-sprrra-che, ich achte dann nur auf die komische Intonation und bekomme vor lauter Ak-zen-tu-ier-rrung den Inhalt nicht mit. Wie dem auch sei, vielleicht hatten wir die letzten Male auch Pech, aber unsere Freunde erzählten davon, wie sehr ihnen bei der Ruhrtriennale 2008 das Stück “Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir” von und mit dem tollen und einzigartigen Christoph Schlingensief gefallen hat. Wir haben lange über ihn, seine Werke und seine Krankheit gesprochen. Ich habe zugegeben, dass ich damals Angst hatte, mir das Stück anzusehen, weil ich dachte, dass es mich zu sehr “runterziehen” würde. Wir haben uns an dem Abend noch gefragt wie es ihm wohl geht und am nächsten Tag ist er bereits verstorben. Es hat viele traurig gemacht, die ihn kannten sowieso, aber auch viele (wie uns), die ihn nicht persönlich kannten. Auf seiner Homepage haben Menschen von ihm Abschied genommen, aber der Nachruf von Patti Smith ist so besonders http://www.schlingensief.com/christoph.html Das habe ich mir selbst eingebrockt. Wie soll ich jetzt die Kurve kriegen, damit der Text nicht zu traurig endet? Vielleicht mit meiner neuen alten CD Sammlung, dem Soundtrack unseres eigenen Küchenfilms? Einer unserer beiden Balkone befindet sich an unserer Küche. Der Balkon selbst ist der kleinere von den beiden, aber dafür der, mit dem schöneren Ausblick, nämlich zum Garten anstatt zur Straße. Außerdem haben wir dort eine bunte Lichterkette angebracht und unsere Nachbarin, die den Balkon auf gleicher Höhe mit ca. 4 Metern Abstand hat, kann ihre Lichter dann ausmachen, wir illuminieren das ganze Viertel. Wenn das Wetter schön ist (hüstel…ich sage jetzt nichts zum deutschen August 2010), ist die Tür sperrangelweit geöffnet, der Tisch draußen gedeckt und beim Kochen in der Küche steht so ein alter tragbarer CD-Player mit Radio. Mit Paolo Conte und Lucio Battisti (der mit “Ancora Tu”) fing alles an. Mittlerweile sind noch Gilbert Bécaud, Connie Francis, Charles Aznavour (danke, Sonja!), Brigitte Bardot, Francoise Hardy, Cesaria Evora, Astrud Gilberto und einige andere hinzugekommen. Meine neueste Errungenschaft ist ein Best of-Album von Jeanette. Nee, keine Angst, nicht Biedermann…die süße Spanierin mit der Zahnlücke, ihr größter Hit war “Porque Te Vas” und wenn ich auch nur einen Fitzel Talent und eine Band hätte, würde ich es covern. Die anderen Songs von dem “Best Of Jeanette” Album kenne ich nicht, sind alle ganz anders, aber passen sehr gut zu unseren Balkon-Küchen-Partys. Müsst ihr mal ausprobieren, schöne Chansons, ein feines Glas Wein dazu…da wird Kartoffelschälen zum Vergnügen. A propos Vergnügen. Die Eismaschine – wir lieben sie. Heute gab es Haferflockeneis: 250 ml Milch, 4 EL Schmelzflocken, 200 ml Sahne, Mark einer Vanilleschote, 4 EL Zucker, eine Prise Salz in einem Topf erhitzen und verrühren. 2 Eier und 2 Eigelb in einer Schüssel aufschlagen, über heißem Wasserdampf die Milch/Sahne/Eier-Masse dazugeben und schaumig rühren. Das ganze auf ca. 20°C runterkühlen und in die Eismaschine geben, 35 Minuten später hat man herrlich cremiges Haferflocken-Milcheis. Sehr einfach und sehr gut, Ihr wisst schon: Trivial Bliss. Schliersee Aug 2010 Foto 5 I know I’ve written about the same feeling here last August but it’s strange, what is it that makes us relax so quickly after a six-hour-drive? The first thing we always do after arriving in Schliersee (the village is called after the pond) is driving up to a mountain inn, we call it “Alm”. Most people walk up there but we don’t have much time and I have problems with my knees, so we drive up there and have a big Bavarian beer and typical “Biergarten” food. Sitting up there, looking at the pond, the mountains and the village make us feel like after a 3 week recreation, all worries and stress seem to be gone and out hearts feel so light and happy. Our hotel also offered ayurveda treatments but as we stayed for one night only we were just fine with a rich Bavarian breakfast instead. I think it’s weird, we’re all talking about life balance, health and sustainability and then spending some time outside – whether it’s mountains, the sea, beaches, a forest with sun or rain – let our mind focus on the essential things in life. It reminds us to appreciate and enjoy every day of our lives which we sometimes seem to forget. We recently went out with our good friends and had a great dinner in Dortmund, weather was warm and we sat outside, lots of talking and laughing. We also talked about the fact that we rarely go to the theatre. To be honest, our last visits there were disappointing. The arty language and its voice intonation distracted me from the actual play and its content and made me feel uncomfortable. Our friends told us how much they enjoyed a piece at “Ruhrtriennale 2008″, “Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir” from the fascinating and unique artist, actor and director Christoph Schlingensief who used this play to explain his feelings about death and religion after he knew he got lung cancer. I didn’t go because I was scared of being mentally dragged down, probably my own cowardice to face the gravity of the situation. Our friends said they loved it although it was intense but it never got depressive. As Christoph Schlingensief had to cancel a recent project we were wondering how he was doing and all of us hoped that he will overcome his disease. The next day his death was announced everywhere and so many people were sad, whether they knew him in person or not. On his website are many touching orbituaries, I love the one from Patti Smith http://www.schlingensief.com/christoph.html. There’s nobody but myself to blame…where can I go from here without having to end this post in total sadness? Maybe with my new old cd collection. We have two balconies, one is big but on the street side, the other one is smaller but you look into the garden and it’s next to the kitchen. On sunny days we love to cook with the door open and old French or Italian music playing in an old cd/radio. It all started with Paolo Conte and Lucio Battisti followed by Gilbert Bécaud, Connie Francis, Charles Aznavour (thanks to Sonja), Brigitte Bardot, Francoise Hardy, Cesaria Evora, Astrud Gilberto and my latest acquisition “Jeanette”. Do you remember her? That cute Spanish girl’s hit single was “Porque Te Vas?” and if only I had talent and a band I’d do a cover version. Try it..play some of this old music, drink a glass of good wine and even peeling potatoes becomes a pleasure. Talking of pleasure – we love our ice cream machine! Today we had oatmeal vanilla icecream. Stir and heat 250 ml milk, 4 ts oat flakes, 200 ml cream, the inside of a vanilla pod, 4 ts sugar and a pinch of salt in a pot. Beat 2 egg yolks and 2 eggs (all fresh and medium size) in a bowl and set it upon hot steaming water. Add the milk/cream/egg mixture and stir until it’s creamy. Cool it down to about 20°C and put it into the machine. Only 35 minutes later you’ll have fantastic creamy milk oatmeal vanilla ice cream. Very simple and very good, you know what I mean: Trivial Bliss. blühender Klee

 
 

50  Responses »»

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